Bergwaldprojekt

 

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Bergwaldprojekt

 

 

 

Wald verhindert das Schlimmste

Würde der Wald nicht Unmengen der Niederschläge zurückhalten, wären die Überschwemmungen und Erdrutsche bei derartigen Regenfällen wie in den letzten Tagen noch viel folgenschwerer.

Seit Sonntag gibt es in der Schweiz Unwetter ohne Ende! Hagel, Hochwasser und Murgänge haben Stromunterbrüche, Strassenunterbrüche sowie Sperrungen von Pässen zur Folge.

Ein starkes Gewitter am Mittwoch, den 4. Juli 2012 hat im Berner Oberland dazu geführt, dass eine Flutwelle die Zulg bei Steffisburg hinunterrauschte, welche grosse Mengen Schwemmholz mitführte. Dies hatte zur Folge, dass in Bern Hochwasser-Alarm ausgelöst wurde. Die Feuerwehr sperrte die tiefer gelegenen Quartiere der Stadt ab und baute Hochwassersperren auf.

Flutwelle der Zulg bei Steffisburg - SF Augenzeuge / Michael Jost

Wälder mit tief wurzelnden Bäumen vermindern die Gefahr von Überschwemmungen, Erosion und Rüfen enorm. Ein grosser Teil des Regens gelangt gar nicht erst auf den Waldboden, sondern wird von der Blattoberfläche durch Verdunstung wieder an die Luft abgegeben. Der Rest wird durch den Waldboden wie von einem Schwamm aufgesogen, der Vegetation zum Verbrauch zugeführt oder allmählich durch die Gewässer in den Kreislauf zurückgegeben. Die Wurzeln der Bäume halten den Boden zusammen, stabilisieren Bachufer und halten Gestein, Sand und Erde zurück. Würde sämtliches Wasser im Alpenraum ungehindert abfliessen, wären weite Teile Europas katastrophal überflutet. Ein guter Hochwasser-Schutzwald braucht nicht unbedingt hohe Bäume, auch Straucharten wie Erlen und Weiden leisten gute Dienste.

 

5. Juli 2012